kochzeugs

kichererbsen

kichererbsensprossen

das vergangene lange wochenende habe ich nicht nur für etwas gartenarbeit und zum entspannen in der milden herbstsonne genutzt, einen teil meiner zeit habe ich einer hülsenfrucht gewidmet.

der kichererbse.

aus der lassen sich nämlich sündige leckereien zaubern, wenn man akzeptiert, dass sie das eine otter andere tönchen verursachen kann.

auf dem bild sind übrigens die sprossen der botanisch als cicer arietinum bekannten pflanze zu sehen. sie stammen von einer grünen und einer braunen sorte. weitere infos finden sie hinter diesem link.

rezeptebuch.com

wenn man im netz auf rezepte stößt, die nicht bebildert sind, kann man davon ausgehen, dass sie vom angeblichen verfasser nicht selbst gekocht wurden. das trifft nicht auf alle seiten zu, aber auf sehr viele.

diese zusammengeklauterecherchierte und umformulierte schei… braucht übrigens kein mensch, nur mal so nebenbei bemerkt. solche seiten anzubieten, scheint sich jedoch zu lohnen, zumindest wenn man einigen seo-nischenseiten-experten glauben schenken darf.

doch zurück zum thema.

auf rezeptebuch.com haben die oben beschriebenen seiten keine chance, denn es handelt sich dabei um eine bildbasierte rezeptübersicht. das konzept ist einfach erklärt:

Auf dieser Seite findet Ihr appetitanregende Bilder von unterschiedlichen Gerichten mit kurzer Beschreibung und Link zum Kochrezept. Bilder und die dazugehörigen Rezepte stammen von Foodbloggern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Rest der Welt. Alle Rechte an Bildern und Rezepten liegen beim jeweiligen Autor.

quelle und weitere infos –>

die verlinkten blogs und seiten sind allesamt hochwertig und werden mit liebe geführt. habe dort viele spannende rezepte entdeckt, wie z. b. dieses. das werde ich demnächst nachkochen, allerdiedings in einer kohlenhydratreduzierten version …

… wenn ich die himbeeren nicht zuvor zu eis verarbeite. von den drei gestern gekauften päckchen ist nämlich nur noch eins übrig.

linsen rezepte

linsengericht

linsen und auch andere hülsenfrüchte schmecken mir immer gut und nie schlecht. ich koche mit ihnen schon seit dekaden.

in den 90er jahren des vergangenen jahrhunderts war einer der gründe übrigens, weil sie so preisgünstig sind. denn damals musste ich meine umsatzsteuer quartalsweise abführen. in den ersten beiden monaten habe ich die kohle wie sie reinkam verprasst, dafür wurde im dritten monat dann eisern gespart, sodass ich am ende meine steuerschuld begleichen konnte.

mittlerweile wirtschafte ich natürlich solider.

lange rede, kurzer sinn, habe heute meine linsenseite reanimiert und mit neuem inhalt gefüllt. die rezepte sind hier zu finden.

schwarzwurzel

wenn man etwas schon seit längerer zeit nicht mehr gegessen hat, kann das die erinnerungen verklären. so geschehen bei moi und der schwarzwurzel, die ich seit kindertagen nicht mehr zu mir genommen habe. entsprechend groß war also die erwartung, als ich sie diese woche im supermercado erwerben konnte.

schwarzwurzel

das wurzelgemüse aus der familie der korbblütler (asteraceae) brachte mich allerdiedings schnell wieder auf den boden der tatsachen zurück. zum einen hat es mir überhauptgarnicht geschmeckt, wie ich es in meiner erinnerung gespeichert hatte. zum anderen ist es in der verarbeitung etwas aufwändig, denn schon beim schälen tritt ein milchiger saft aus, der die hände klebrig braun färbt.

zu meinem geschmacksnichterlebnis hat dann noch der verwendete ziegenweichkäse beigetragen. der ist nämlich ausgeflockt, sodass die soße etwas sandig in der konsistenz war.

nun denn, die restlichen wurzeln versuche ich jetzt mal im wasserglas wiederzubeleben, vielleicht macht das teil ja als topfpflanze eine gute figur.

frischkäsezubereitung

das ist ein “tsatsiki” von der roten beete. man kann es mit wenigen handgriffen auch in einer kleinen küche zubereiten. es enthält ziegenfrischkäse, rote beete, knoblauch, limettensaft, salz, pfeffer und muskatnuss.

tsatsiki

und das ist die zutatenliste eines produkts namens “zaziki”. bei dem ich mich frage, ob es vielleicht von einem hilfs- und füllstoffproduzenten hergestellt wurde.

joghurt mit 13,5 % kirschzubereitung

getreu dem motto “heute lustet mir auf etwas, das nicht im garten von der pflanze baumelt”, habe ich mir ein handelsübliches kirschjoghurt gegönnt. schon im kühlregal wurden die produkte der verschiedenen anbieter verglichen, dabei ist mir dieses joghurt mit 13,5 % kirschzubereitung besonders ins auge gestochen.

kirschjoghurt

der trick mit dem die firma campina hier arbeitet ist simpel. die fett hervorgehobene zeile soll dem käufer beim schnellen lesen einen hohen fruchtanteil vorgaukeln. weiter unten im text erfährt man dann, dass von den kirschen lediglich 9 %, also 45 gramm enthalten sind. ich habe mir mal erlaubt, das mit ein paar himbeeren nachzustellen. den kirschen ihre zeit ist ja momentan nicht.

joghurt mit himbeeren

allerdiedings liegt der fruchtanteil dieses joghurts noch im oberen bereich. einige ähnlichpreisige produkte enthalten nur 6-7,5 % früchte.

warum man ein kirschjoghurt mit roter beete färben muss, kann und will ich nicht verstehen.

färben mit der roten beete

bevor ich auf meinen seiten etwas veröffentliche, habe ich das ausprobiert. meine rezepte sind selbst gekocht, die pflanzen habe ich im garten, auf der fensterbank otter im aquarium.

an manchen tagen funktioniert das mit dem umsetzen der ideen gut, an anderen nicht. heute ist ein anderer tag.

das thema färben mit der roten beete hatte ich (unter anderem) auf der agenda. als opfer mussten kichererbsen und ein paar eier herhalten.

mit der roten beete kann man in der tat sehr gut färben, allerdiedings nur die hände. aber immerhin habe ich es geschafft, ein weißes ei so zu colorieren, dass man es im supermarkt als braunes bioei verkaufen könnte.

gefärbtes ei

vorgegangen bin ich dabei nach einer anleitung aus dem internet*. um einen vergleich zu haben und die farbintentsität zu testen, habe ich aber die eine hälfte der eier nur mit wasser gereinigt. die andere kam in den genuss von dem in der quelle erwähnten essigwasser.

die eier aus beiden versuchsgruppen sahen anschließend so aus, wie auf dem bild oben zu sehen. meine hände hingegen haben auch jetzt noch einen schicken rotstich.

dann hatte ich noch die glorreiche idee, ein paar kichererbsen optisch und geschmacklich aufzupeppen, durch das einweichen in rote beete saft.

gefärbte kichererbsen

das hat auch gut funktioniert und geschmeckt. mein ziel war es aber, dass die bunten kichererbsen keimen. näää mit drei ä, wie man hier in mannheim sagt, wollten sie nicht. dafür sind sie umgekippt und haben die küche mit einem süßlichen aroma verfeinert. und mir ein paar neue haustiere besorgt: fruchtfliegen.

um zu testen, wie verarbeitungstauglich die gefärbten hülsenfrüchte sind, habe ich sie anschließend gekocht. ich hätte auch gleich braune kichererbsen kaufen können, die sind nämlich auch im handel zu erhalten.

kichererbsen

derzeit habe ich übrigens noch ein weißes t-shirt im rote beete saft liegen. wie das dann morgen aussieht, möchte ich mir jetzt noch nicht vorstellen.

aber zumindest kann ich auf den heute gesammelten erfahrungen aufbauen. denn aufgeben ist nicht. und für einen launigen artikel hier im blog haben sie allemal gereicht.

der versuch aus senfkeimen senf herzustellen, ging übrigens ebenfalls in die hose biotonne. das hat so gräußerlich geschmeckt, da hatte ich noch nicht mal mehr lust es zu fotografieren.

* es ist ja derzeit mode, dass uns fernsehsendungen “tipps aus dem internet” präsentieren und testen, ob sie funktionieren otter nicht. dies erfolgt zumeist ohne die nennung der entsprechenden quellen. eigentlich müssten journalisten ja wissen, wie man mit quellen umzugehen hat.

auch webseiten können dick machen …

… wenn man sich mit einem thema ernsthaft beschäftigt. davon kann ich ein lied singen, seit ich eine seite über erdnüsse betreibe. denn die sind mein allergeliebtester knabberspass und ich probiere gerne, was der markt so hergibt. mit ausnahme von dem scharfen zeugs, das finde ich bäh.

erdnüsse im teigmantel

so hat dann auch fast jedes update der seite zur folge, dass mir anschließend der arsch hintern aus der hose quillt, alldieweil ich mal wieder gefuttert habe, was ich nur fotografieren und danach verschenken wollte.

wenn ich an der da seite arbeite, passiert mir das übrigens nicht.

buttermais

buttermais

ist mein kühlschrank prall gefüllt, dann fehlt es mir oft an der zeit fürs köcheln – und umgekehrt. so habe ich für den hier abgebildeten buttermais drei anläufe benötigt, denn jedesmal hatten die kolben bereits schimmel angesetzt, wie als ich mich über sie hermachen wollte tun.

zwischendurch habe ich schon mit dem gedanken gespielt, mir eine bioethanolanlage in den keller zu stellen. denn die biotonne ist nun wahrlich nicht der geeignete aufbewahrungsort für das eigentlich ganz leckere getreide.

mit dem gemüse aus dem garten ergeht es mir übrigens ähnlich. ist es reif, mangelt es an zeit zum ernten. sodass ich vor einigen tagen grüne bohnen, die in der konsistenz dem pergamentpapier sehr ähnlich waren, verspeisen durfte. dank guter haftcreme habe ich das unbeschadet überstanden …

klären

ich musste in meinem leben ja schon viel klären, noch mehr erklären und heute war dann die butter dran. denn ich habe ghee hergestellt. diese dem butterschmalz ähnliche geklärte butter, stammt aus dem ayurvedischen. ihr werden viele positive wirkungen auf körper und seele nachgesagt. für mich steht allerdiedings der angenehm nussige geschmack im vordergrund.

ghee

so stand ich also geschlagene 45 minuten neben einem topf mit köchelnder butter und habe das aufsteigende eiweiss abgeschöpft. langweilig wurde mir dabei trotzdem nicht, denn meine beste freundin (ausgebildete ayurveda-therapeutin) hat mich unterstützt.

am ende hatten wir statt anderthalb kilo butter ungefähr 600 ml ghee. zum dank für den unterstützenden beistand habe ich dann eine gulaschsuppe gekocht. die war zwar wenig bis garnicht ayurvedisch, dafür aber sehr lecker.

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