frau-doktor.de
ich werde desöfteren mal angemailt, ob man denn nicht auf einem meiner blogs einen gastbeitrag veröffentlichen könnte. dafür würde ich sog. unique content erhalten und müsste im gegenzug die seite des gastbeitragenden verlinken.
so flatterte mir heute eine mail mit der folgenden betreffzeile ins postfach:
“freischaffende Online-Redakteurin in den Bereichen Haus und Garten bietet Gastbeitrag”
gewünscht war ein gastbeitrag auf meinem blog gartenpflanzen.ws von dem aus auf ein haushaltsblog verlinkt werden sollte. dieses habe ich dann in freudiger erwartung besucht.
als erstes sind mir dort zwei dinge auf-, bzw. nicht aufgefallen: die vielen tippfehler und das fehlende impressum.
dafür gibt es eine nette über mich seite, auf der sich die angebliche autorin, eine antonia meyer-irgendwas, kurz vorstellt.
eine kurze recherche bei der denic brachte zutage, das der domaininhaber einen männlichen vornamen innehat und einer ltd. mit zweigniederlassung in berlin vorsteht.
gutgläubig wie ich nunmal bin, ging ich davon aus, es handle sich bei dem herren möglicherweise um einen hobbytransvestiten, der die seite unter seinem alter ego betreibt. die bildersuchmaschine tineye.com hat mir jedoch verraten, dass das bild auf dem haushaltsblog ursprünglich von pixelio stammt.
die vertrauenswürdig aussehende und entfernt hillu schwetje (ehemals schröder) ähnelnde dame ist übrigens noch auf anderen seiten zu finden. warum sie sich man sie dort anna k. nennt, kann ich leider nicht sagen.
dank meiner dummen und nicht zu zügelnden neugier, dürfte mir so ein weiterer, sicher sehr hochwertiger gastartikel durch die lappen gegangen sein. denn ich werde die mail, wie auch die anderen zuvor, nicht beantworten.

ist mein kühlschrank prall gefüllt, dann fehlt es mir oft an der zeit fürs köcheln – und umgekehrt. so habe ich für den hier abgebildeten buttermais drei anläufe benötigt, denn jedesmal hatten die kolben bereits schimmel angesetzt, wie als ich mich über sie hermachen wollte tun.
zwischendurch habe ich schon mit dem gedanken gespielt, mir eine bioethanolanlage in den keller zu stellen. denn die biotonne ist nun wahrlich nicht der geeignete aufbewahrungsort für das eigentlich ganz leckere getreide.
mit dem gemüse aus dem garten ergeht es mir übrigens ähnlich. ist es reif, mangelt es an zeit zum ernten. sodass ich vor einigen tagen grüne bohnen, die in der konsistenz dem pergamentpapier sehr ähnlich waren, verspeisen durfte. dank guter haftcreme habe ich das unbeschadet überstanden …

um wasserpflanzen fotografisch schick in szene zu setzen, fehlt es mir an geduld. trotz polfilter spiegelt das glas, durch das hin und her setzen wird das wasser trüb, und, und, und …
… wie man am bild oben unschwer erkennen kann, mit nur wenig befriedigendem ergebnis. zudem bietet mein nano aquarium nur wenig platz für die schicken gewächse.
da viele wasserpflanzen eigentlich sumpfpflanzen sind, die sowohl unter wasser (submers) als auch über wasser (emers) wachsen, habe ich sie jetzt einfach auf die emerse kultur umgestellt.
sehr gut funktioniert das mit den speerblättern (anubias), es geht aber auch mit cryptocoryne (bild oben) und echinodorus.

anubias barteri var. nana

bei diesem vertrockneten etwas handelt es sich um eine geranie (pelargonium appendiculatum). die habe ich aber nicht mit viel liebe zu tode gepflegt, sie befindet sich lediglich in der sommerruhe. um die trockenen sommermonate in ihrer südafrikanischen heimat gut zu überstehen, zieht sie während dieser zeit ihre blätter ein. im herbst treibt sie wieder aus um dann im winter (hoffentlich) zu blühen.

wer seinen halbschattigen balkon mit einem schicken gewächs aufpeppen möchte, dem kann ich die vertreter der gattung eucomis empfehlen. die unter dem namen ananas- oder schopflilien bekannten pflanzen sind entfernt mit der hyazinthe verwandt und stammen aus südafrika. die m. e. schönste ist die hier abgebildete eucomis bicolor.
ihre blüten halten übrigens mehrere wochen, verfärben sich aber mit zunehmendem alter immer mehr in richtung grün oder braun.
den gestrigen abend wollte ich eigentlich damit verbringen, ein paar dringend benötigte utensilien in den garten zu verfrachten. doch als ich die entsprechenden teile besorgt hatte, fand ich mein fahrrad auf dem parkplatz des discounters in leicht modifizierter form wieder:

von dem diesen schaden verursachenden kraftfahrzeug war weit und breit nichts zu sehen. dafür war ein zettel an den gepäckträger geheftet mit der aufschrift “blaues auto” und der autonummer. keine ahnung, wer den dort angebracht hat, aber trotzdem vielen dank für die hilfe. denn die polizei konnte die halterin ermitteln und der schaden wird reguliert.
den tretesel durfte ich dann, mit angehobenem vorderrad, denn das war weder vorwärts noch rückwärts zu bewegen, nach hause schieben. am lenker links und rechts je eine prall gefüllte einkaufstüte und einen ebenfalls vollen rucksack auf dem rücken.
wie ulkig das ausgesehen hat, möchte ich mir nicht vorstellen …

eine verwechselungsgefahr besteht zwischen den kröten (bufo) und den als krötenlilien bekannten mitgliedern der gattung tricyrtis zwar nicht. sie haben aber dennoch etwas gemein: denn sie teilen sich einen lebensraum. krötenlilien wachsen in ihrer asiatischen heimat nämlich bevorzugt an halbschattigen bis schattigen standorten mit einer gleichmäßigen bodenfeuchte. also genau dort, wo auch kröten während der abend- und nachtstunden auf die jagd nach allerlei fressbarem kleingetier gehen.
warum die tricyrtis-arten als krötenlilien bezeichnet werden ist mir übrigens ein rätsel. was ihre blütenpracht betrifft, könnte man sie nämlich auf den ersten blick durchaus mit einer orchidee verwechseln.

derzeit bin ich mich schwerst am abquälen, ich versuche nämlich in mein bildarchiv so eine art ordnung zu bringen. keine ahnung ob mir das gelingt, die motivation ist gering, die datenmenge dafür umso grösser. da kann es schon entspannen, den einen otter anderen findling mal zu blogggen. bei dem unten abgebildeten handelt es sich um eine taglilie (hemerocallis).

die blüht derzeit zwar noch nicht, steht aber mit neuen trieben in den startlöchern. das bild ist im juni 2009 entstanden.
wie irritierend trivialnamen manchmal sein können, zeigt uns schizanthus x wisetonensis. denn bei der als bauernorchidee otter spaltblume bekannten pflanze handelt es sich nicht um eine orchidee. sie zählt nämlich zu den nachtschattengewächsen und ist somit entfernt mit kartoffel, tomate und kollegen verwandt.

hier dürfte wohl die nicht zu verleugnende ähnlichkeit mit einigen orchideenblüten der grund für diese benennung gewesen sein. infos zur pflege und vermehrung von schizanthus gibt es hier: bauernorchidee.

so durch die makrolinse betrachtet, ist der schnittlauch (allium schoenoprasum) ja fast zu schade zum futtern. macht aber nix, heute abend wandert er trotzdem in eine gemüsesuppe.